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Golfclub Vulpera |
Wer als Automobilist auf der Strasse zwischen Vulpera und Tarasp unterwegs ist, sollte im Sommer höllisch auf der Hut sein. Es kann nämlich vorkommen, dass in einigen der engen Kehren Golfbälle den Weg kreuzen, die man in diesem sich aufbäumenden Gelände am wenigsten erwartet hätte. Dabei wurde der 9. Loch Golfplatz Vulpera bereits 1923 gegründet, um den zahlreichen Kurgästen Abwechslung zu bieten. Der recht kurze Platz, Länge: 3777 m; Par: 63; liegt verträumt in einem Arvenwald und ist von Matten, Kuppen und Hügeln umfangen. Jeder Angriff auf die Natur hält sich in den Grenzen, die insgesamt für das Unterengadin typisch sind. Keine modischen Spielereien wie künstliche Gewässer oder Effekthaschereien sind auszumachen. Der Platz ist eine märchenhafte Gegenwelt zum bizarren Reich der Gipfel und Grate ringsum (Piz Lischana, Piz Madlein, Piz d’Immez und andere Giganten), die die Runde weitgehend begleiten. Auf dem Weg zum 3. Abschlag durchstreift man eine Pilzzone und wird darauf hingewiesen, nicht mehr als 2 Kilogramm pro Tag zu sammeln. Der Drive an diesem Par 4 mag blind sein und regelmässig vom Kuckuck kommentiert werden, aber hinter der Zielrichtung leuchtet auf der Anhöhe der Campanile von Ftan. Spätestens aber auf der 5. Bahn, einem aberwitzig gezeichneten Dogleg mit einem handtuchschmalen Grün, das in einer Mulde kauert, grüsst das magische Auge. Eine so wunderbar unzeitgemässe Streckenführung wird man heute schwerlich finden. Wer das Glück hat, in einer so herrlichen Region wie dem Unterengadin auch noch Golf zu spielen, sollte sich mit guter Laune revanchieren. Grüssen sollte man auf Rätoromanisch: »Allegra« (Freue dich!). |
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